powered by crawl-it




Wir danken unseren Förderern "Stadtwerke Leipzig",

"Sparkasse Leipzig"

und der "Bürgerstiftung Leipzig",

dass sie die Arbeit der Umweltbibliothek ermöglichen.
Die Umweltbibliothek wird institutionell gefördert vom Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig und unterstützt vom Umweltbundesamt.



Die Umweltbibliothek wird außerdem unterstützt durch:



Den Europäischen Sozialfonds für Deutschland
und



die Europäische Union.

Termine Bibliothek Recherche Publikationen Kontakt Links Spenden

letzte Aktualisierung: 26.03.2009

Zurück zur Startseite

ARCHIV
Wettbewerb zur Naturschutzwoche 2007 gestartet
(3.5.2007) Unter dem Thema "Wilde Tiere in der Stadt - meine Begegnung mit heimischen Wildtieren" startet zum Frühjahr ein Wettbewerb um die interessantesten Begegnungen mit heimischen Wildtieren. Jung und Alt sind aufgerufen, ihre Erlebnisse mit Säugetieren, Vögeln, Lurchen, Kriechtieren, Insekten etc. schriftlich festzuhalten und mit einem Foto oder einer Zeichnung zu illustrieren. Bis zum 30. August 2007 können Arbeiten eingereicht werden. Die besten Illustrationen oder Texte der schönsten Begegnungen werden in einer Ausstellung anlässlich der Naturschutzwoche gezeigt.
Weitere Informationen auf nabu-leipzig.de


Weltgrößte Solaranlage entsteht - bei Leipzig!
(23.4.2007; lizzy-online) Heute wird in Brandis, östlich von Leipzig, das erste Solarmodul für das größte Photovoltaik-Kraftwerk der Welt montiert. Auf einer Fläche von etwa 200 Fußballfeldern entsteht bis 2009 eine 40 Megawatt-Anlage der juwi solar GmbH in Dünnschichttechnologie. Der Solarpark "Waldpolenz" soll rund 130 Mio. € kosten und einmal 40 Million Kilowattstunden sauberer Strom pro Jahr erzeugen. Das Solarkraftwerk würde so jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Bereits nach einem Jahr soll das Solarkraftwerk die Energie erzeugt haben, die für Herstellung und Montage der Anlage benötigt werden. Ein ausführlicher Bericht ist in der Leipziger Internetzeitung Lizzy-Online zu finden. Weitere Infos: juwi.de

Integriertes Stadtentwicklungskonzept

(28.3.07, Stadt Leipzig) "Leipzig 2020 - Zukunft gestalten" lautet das Motto des "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes", dessen Erarbeitung durch die Stadtverwaltung in den nächsten zwei Jahren unter Beteiligung von Vereinen und Verbänden, Vertretern aus Wirtschaft und Sozialeinrichtungen sowie der Öffentlichkeit erfolgen soll. Mit diesem Konzept will sich die Stadt Leipzig den Herausforderungen stellen, die der demographische Wandel und die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen in einer globalisierten Welt für die Stadtentwicklung bedeuten.
In einem ersten Teil sollen die Trends der Bevölkerungsentwicklung stadtweit und in den einzelnen Stadtteilen analysiert werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei den bisherigen und zukünftigen demographischen und sozialen Veränderungen. Darauf aufbauend werden Fachkonzepte für alle wesentlichen Themen der Stadtentwicklung wie Wohnen, Freiraum, Gewerbe, Soziales, Bildung und Kultur etc. erstellt. Vorhandene Pläne und Konzepte zu den einzelnen Fachthemen werden ausgewertet und zusammengeführt. In einem Gesamtkonzept erfolgt eine Vernetzung dieser Fachkonzepte zur Stadtentwicklungs- und Stadtumbaustrategie der Stadt Leipzig. Das Ergebnis des umfangreichen Arbeitsprozesses soll bis Ende 2008 dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger wird es verschiedene Veranstaltungen zu diesem Thema geben.
Informationen zum Konzept, Arbeitsstand und aktuelle Veranstaltungen unter:
www.leipzig.de/stadtentwicklungskonzept

Energiesparlampen

(14.3.07) Australien, einer der größten Klimasünder weltweit, will Glühbirnen verbieten. Das Austauschen dieser Energiefresser, die nur ca. 5 % des Stroms in Licht und den großen "Rest" in Wärme umsetzen, gegen Energiesparlampen ist jedoch auch freiwillig möglich - und sowohl klimafreundlich als auch wirtschaftlich: ihr höherer Anschaffungspreis amortisiert sich über den fünfmal geringeren Stromverbrauch und die bis zu 19 mal längere Lebensdauer vielfach. Der Ersatz der in deutschen Haushalten verwendeten Glühbirnen durch Energiesparlampen könnte bereits die Leistung zweier Atomkraftwerke überflüssig machen. Energiesparlampen gehören nach dem Ende ihres mehrjährigen Lebens nicht in den Hausmüll (sie enthalten Quecksilber), sondern zum Schadstoffmobil oder auf die Wertstoffhöfe.


Nächtlicher Fluglärm kann krank machen

(27.2.07; UBA) Nächtlicher Fluglärm führt dazu, dass die Betroffenen häufiger den Arzt aufsuchen und die Ärzte diesen mehr Medikamente verschreiben. Dies ist das Ergebnis einer epidemiologischen Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Im Umfeld eines deutschen Flughafens mit Nachtflugbetrieb wurden die Daten von mehr als 800.000 Krankenversicherten analysiert - das sind mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung der betroffenen Region. Die Studie zeigt - im Vergleich mit Patientinnen und Patienten, die keinem nächtlichen Lärm ausgesetzt waren - deutlich erhöhte Verordnungsraten und Verordnungsmengen bestimmter Arzneimittel mit blutdrucksenkender Wirkung, zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen, zur Beruhigung (Tranquillizer) sowie zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva). Es zeigte sich eine ausgeprägte Abhängigkeit zwischen der Intensität und der zeitlichen Einwirkung des Fluglärms: Für diejenigen, die von nächtlichem Fluglärm zwischen 3 und 5 Uhr belastet wurden, waren die stärksten Erhöhungen der Verordnungshäufigkeit und des Verordnungsvolumens der verschiedenen Arzneimittelgruppen nachweisbar. Die Ergebnisse stützen auch Untersuchungen aus dem Ausland, die ebenfalls darauf hinweisen, dass Fluglärm Bluthochdruck sowie Herz- und Kreislauf-Erkrankungen hervorrufen kann.
Bericht zum Forschungsprojekt als PDF



Internationaler IPCC-Bericht zum Klimawandel

(2.2.07) Bundesministerium für Bildung und Forschung: In der internationalen Klimaforschung besteht kein Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet und sich beschleunigt. Bei Beobachtung und Modellierung des Klimawandels sind wesentliche Fortschritte erzielt worden. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die von Menschen verursachten Treibhausgase für den größten Teil der beobachteten Klimaänderung verantwortlich. Dies sind wesentliche Ergebnisse des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC), der heute in Paris vorgestellt wurde. Zugleich macht der Report deutlich, dass sehr konsequent gehandelt werden muss, damit die globale Erderwärmung nicht stärker als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten ansteigt. Der IPCC-Bericht zeigt, dass die Erde sich bereits jetzt um mehr als 0,7 Grad erwärmt hat, und sich in den nächsten Jahrzehnten um 0,2 Grad pro Dekade weiter erwärmen wird, wenn nicht gegengesteuert wird. Bundesforschungsministerin Schavan will in Kürze ein Aktionsprogramm zum Klimawandel starten, das den Bedarf von Mensch und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt. Der Bericht ist der erste von 3 Teilbänden des 4. IPCC-Sachstandsberichtes. Der zweite Teilband beschäftigt sich mit den zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels, der dritte mit den Handlungsoptionen zur Vermeidung weiterer Treibhausgasemissionen. Ihre Veröffentlichung ist für Anfang April und Anfang Mai 2007 geplant.

Kurzfassung zum IPCC Klimabericht: IPCC_kurzfassung.pdf



Neue Ergebnisse zu regionalen Klimaänderungen in Deutschland

(2.2.07) Umweltbundesamt: Bis zum Ende dieses Jahrhunderts könnte es in Deutschland wegen des Klimawandels insgesamt merklich wärmer werden. Dies zeigen erste Ergebnisse eines Klimamodells zur regionalen Klimamodellierung im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Bis zum Ende des Jahrhunderts ergeben die Modellrechnungen - gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 - einen Anstieg der Temperaturen zwischen 1,8 und 2,3 Grad Celsius. Die stärkste Erwärmung könnte es im Norden Deutschlands (außerhalb des Küstenbereichs) sowie in den Voralpen geben. Bei den Niederschlägen ergibt sich ein weniger einheitliches Bild. Die regionalen Unterschiede dürften hier groß sein: Beispielsweise errechneten die Forscherinnen und Forscher für das ohnehin schon trockene norddeutsche Tiefland bis zu 50 Prozent weniger Niederschläge. In den Gebirgsregionen dürften dagegen vor allem im Winter die Niederschläge im Mittel zunehmen. Der Präsident des UBA, Prof. Troge: "Die Modellrechnungen verdeutlichen, was mit dem Klimawandel auf uns zu kommen dürfte. Das hilft uns dabei, uns rechtzeitig auf diese unabwendbaren Folgen einzustellen. Mit den nun vorliegenden Klimaprojektionen lässt sich besser einschätzen, wie sich der Klimawandel in Deutschland regional auswirken kann und welche Regionen besonders betroffen sein könnten."

Hintergrundpapier "Neue Ergebnisse zu regionalen Klimaänderungen - Das statistische Regionalisierungsmodell WETTREG" unter Regionale-Klimaaenderungen.pdf.
Die vollständige Studie "Neuentwicklung von regional hoch aufgelösten Wetterlagen für Deutschland und Bereitstellung regionaler Klimaszenarien mit dem Regionalisierungsmodell WETTREG 2005 auf der Basis von globalen Klimasimulationen mit ECHAM5/MPI - OM T63L31 2010 bis 2100 für die SRES - Szenarien B1, A1B und A2" ist unter www.umweltbundesamt.de/klimaschutz erhältlich.



Stern-Report zum ökonomischen Nutzen von Klimaschutz
(Germanwatch / BMU / UBA) Ernsthafter Klimaschutz schade der Wirtschaft, argumentierte der Klimasünder USA bisher. Mit dem aktuell veröffentlichten 700-Seiten-Bericht des früheren Weltbank-Ökonoms Nicholas Stern für die britische Regierung ist dies nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Germanwatch nicht mehr haltbar. Stern rechnet vor, dass es entschieden teurer wird, nicht zu handeln statt zu handeln: Er kommt zu dem Schluss, dass 1 Prozent des jährlichen Bruttosozialprodukt notwendig sein könnte, um katastrophale Entwicklungen des globalen Klimawandels abzuwenden. Aber die durch Tatenlosigkeit entstehenden Klimaschäden kämen 5 bis 20 mal teurer. Stern vergleicht die Kosten für unterlassenen Klimaschutz sogar mit den Verlusten für die Weltwirtschaft, die in der Zeit zwischen 1914-1945 entstanden, in der zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise liegen. Stern gilt allgemein als anerkannter Mainstream-Ökonom. Der sorgfältig vorbereitete Bericht wird als die bislang gewichtigste Abschätzung zu den Kosten von Klimaschutz und Klimaschäden eingeschätzt. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erklärte zum Bericht des Chefökonomen der britischen Regierung: „Der Bericht bestätigt aus volkswirtschaftlicher Sicht: Der Klimawandel bedroht unsere wirtschaftliche Entwicklung. Wir müssen jetzt handeln – auf nationaler und internationaler Ebene. Die nächsten 10 bis 15 Jahre entscheiden darüber, ob wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch verhindern können oder sie unseren Kindern und Enkeln einfach zumuten. Wir müssen daher alles daransetzen, dass wir eine globale Erwärmung von 2° Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau verhindern. Je früher wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden, desto geringer fallen die Kosten aus.” Der Text des Berichts ist im Internet unter www.sternreview.org.uk abrufbar.
Das neue deutsche „Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung” (KomPass): http://osiris.uba.de/gisudienste/Kompass
Hintergrundpapier „Anpassung an Klimaänderungen in Deutschland. Regionale Szenarien und nationale Aufgaben:” Klimaänderungen.pdf (156 KB)



Kosten und Nutzen des Verkehrs
(Allianz pro Schiene) Der Straßenverkehr wälzt prozentual doppelt so viele Kosten auf die Allgemeinheit ab, wie der Schienenverkehr. Das ergibt eine jetzt veröffentlichte Studie des Schweizer Bundesamtes für Raumentwicklung. Der Schweizer Ansatz, Kosten und Nutzen des Landverkehrs in einer Gesamtsicht darzustellen, ist bislang in Europa einmalig. Zu den auf die Allgemeinheit abgewälzten Kosten des Verkehrs gehören insbesondere Umwelt- und Unfallkosten. Allein in Deutschland wälzt der Straßenverkehr nach Berechnungen der Forschungsinstitute INFRAS/IWW jährlich rund 130 Mrd. Euro auf die Allgemeinheit ab. Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Studie: Selbst in der Schweiz, wo Lkw eine viermal so hohe Maut wie in Deutschland zahlen und dies auf dem gesamten Straßennetz und nicht nur auf Autobahnen, schneidet der Straßenverkehr beim gesamtwirtschaftlichen Kosten- und Nutzen-Verhältnis leicht schlechter ab als die Schiene.
Weitere Informationen zur Studie des Schweizer Bundesamtes für Raumordnung



Der Leipziger. Partnerschaftskaffee aus Äthiopien. Bio und Fair
Fairer Handel ist eine Alternative zum konventionellen Handel, bei dem die Kaffeebauern oft nicht genug verdienen, um ihre Familien versorgen und die Kinder zur Schule schicken zu können. Fairer Handel bietet Mindestpreise, langfristige Abnahmegarantien und Beratung für die Produzenten. Jetzt gibt es mit Der Leipziger einen hochwertigen Hochland-Arabica-Partnerschaftskaffee aus der Oromia Kooperative in Äthiopien. Die Kooperative profitiert vom fairen Handel und konnte bereits 4 Grundschulen und 2 Krankenhäuser bauen. Der Leipziger Partnerschaftskaffee ist ein nicht profitorientiertes Projekt und wurde von InWent, der Stiftung Umverteilen, dem Leipziger Missionswerk, dem Kirchenbezirk Leipzig sowie von Abgeordneten der Grünen Stadtratsfraktion finanziell unterstützt. Der Leipziger Partnerschaftskaffee soll alle Leipziger und ihre Gäste ansprechen und wird daher in Weltläden, Bioläden, Touristen- und Museumsshops und vielen weiteren Geschäften zum Preis von ca. 3,95 Euro für 250g zu haben sein. Eine ständig aktualisierte Übersicht und viele weiter Informationen finden sich unter
www.der-leipziger.de



"Energiewende auf dem Hochschuldach"
heißt das ambitionierte Projekt des Vereins Unisolar Leipzig e.V. Dabei sollen die Flächen auf den Hochschuldächern Leipzigs für eine saubere Energiegewinnung genutzt werden. Der Verein sucht Investoren, die ein Darlehen für die Errichtung der ersten 150 m²-Anlage Anfang 2007 bereitstellen können und richtet dabei die Anfrage nicht nur an Unternehmen. Eine Darlehensbeteiligung ist schon ab einem geringen Betrag möglich. Innerhalb von 10 Jahren wird das Darlehen zurückgezahlt, zusammen mit einem festen Jahreszins.

Infos auf www.unisolar-leipzig.de.



Feinstaubbekämpfung in Leipzig unter Niveau
In einem Ranking hat der BUND jetzt die Gegenmaßnahmen der 26 am stärksten mit Feinstaub belasteten Städte Deutschlands bewertet. Keine dieser Städte erhielt für ihre Maßnahmen ein „sehr gut”. Mit „gut” benotet wurden die Maßnahmen von acht Städten. Den übrigen 18 Städten attestierte der BUND mehr oder minder Versagen bei der Bekämpfung des Feinstaubs. Mit der Note 4,1 landete Leipzig nur knapp vor den absoluten Schlusslichtern, die noch gar keinen Plan zur Feinstaubbekämpfung haben. Das vollständige Ranking gibt es in der Umweltbibliothek und unter http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/feinstaubranking.pdf



Kinder im Weg
Der öffentliche Raum wird vom Fahrzeugverkehr dominiert, Platz für Kinderspiel findet sich fast nur noch in den abgemessenen und separierten Arealen von Spielplätzen. Auf diese Problematik macht ein Kunstprojekt in Leipzig aufmerksam - zu sehen bis zum 18.11.2006 an der Kreuzung Goerdelerring/Ranstädter Steinweg. Ausführlichere Informationen dazu: http://www.kinder-im-weg.de



Bioenergie-Boom - Goldrausch mit Risiken und Nebenwirkungen
Erneuerbare Energien, zu denen Biomasse und Bioenergie gehören, erfahren inzwischen einen derartigen Aufschwung, dass die schiere Menge an Biomasse, die heute nachgefragt wird, mit dem Nischenprodukt Biomasse von vor einigen Jahren kaum noch vergleichbar ist. Dementsprechend tauchen nun massive Konflikte auf. Ist aus Klimaschutzgründen der schnellstmögliche Abschied von den fossilen Brennstoffen dringend erforderlich, stellen sich bei der Bioenergie u.a. Fragen des Naturschutz oder von Flächen für die Nahrungsmittelproduktion. Der Rundbrief 3/2006 des Forum Umwelt & Entwicklung beschäftigt sich ausführlich mit diesen Fragen und ist in der Umweltbibliothek vorhanden - und im Internet als pdf.datei zu lesen: Rundbrief.pdf



Eine unbequeme Wahrheit
Der gleichnamige Film von und mit Al Gore, ehemaliger Vize-Präsident der USA, über das Thema der akuten Gefahren der globalen Erwärmung und Klimaveränderung läuft ab dem 12. Oktober im Passage-Kino in Leipzig. Am 12. und am 18. Oktober gibt es zudem im ZDF bzw. auf Phönix eine Reportage über diesen Film. (siehe in unserer Rubrik Termine unter TV-Programm). In der Umweltbibliothek gibt es außerdem drei Exemplare einer CD-ROM mit interaktiven Schulmaterialien zur Ausleihe, die für die Projektarbeit eingesetzt werden können! Und natürlich jede Menge vertiefender Informationen zum Thema.

Infos zum Film
Passage-Kino
Literaturverzeichnis der Umweltbibliothek



Neues Medienverzeichnis
Unsere Medienverzeichnisse wurden durch ein weiteres Themengebiet ergänzt: Gentechnik. Die Übersicht fasst zusammen, welche Literatur Sie zu dieser aktuellen Thematik in Ihrer Umweltbibliothek finden. Natürlich spiegelt diese Übersicht nur einen Bruchteil unseres Bestandes wider.

Zu den Medienverzeichnissen.



Nachrichten aus der Umweltbibliothek
Alle Neuigkeiten aus Ihrer Umweltbibliothek in der aktuellen Ausgabe der Nachrichten. (No. 28, III/06)
Die online-Version gibt es hier im PDF-Format.



Verheimlichte Risiken
Was die Europäische Kommission wirklich über Gen-Pflanzen denkt

Eine Analyse des WTO-Berichts der EU hat Greenpeace jetzt erstmals in übersetzter Fassung herausgegeben. Im April 2006 hat die EU-Kommission ihren Bericht an die WTO veröffentlicht, in dem sie ihre Bedenken zum Anbau und Verzehr von gentechnisch veränderten Pflanzen zusammengefasst hat. Darin wird deutlich, dass auch die Kommission die Sicherheit dieser Pflanzen grundsätzlich in Frage stellt.

Greenpeace: Verheimlichte Risiken http://www. greenpeace.de



Neue Medienverzeichnisse: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Energie-Klima-Politik

Wir haben aktualisierte Medienverzeichnisse zu den Themen "Energie-Klima-Politk" sowie "Bildung für nachhaltige Entwicklung" erstellt und auch hier auf den Internetseiten als pdf.dateien verfügbar gemacht. Sie finden in den Medienverzeichnissen jeweils einen aktuellen, ausgewählten Teil unseres Bestandes zu einem Thema und können sich so eien ersten Überblick über unser Angebot verschaffen.
Zu den Medienverzeichnissen.



Buchpreis "Lesen für die Umwelt" 2005/2006 vergeben

Der Vorstand der Deutschen Umweltstiftung hat auf Empfehlung der fünfköpfigen Jury "Lesen für die Umwelt" entschieden, den mit 2500 Euro dotierten Buchpreis 2005/2006 an den Autor Nicolas Roth zu vergeben. Seine fünf Greenteam-Bücher "Die Nacht der Nerze", "Fohlen in Not", "Das Solarkomplott", "Wale in Gefahr" und "Gefahr aus dem Maisfeld", sind ungemein spannende, krimiartige Abenteuerbücher über Natur- und Umweltprobleme bzw. zukunftsorientierte Entwicklungen. Sehr geschickt werden Fachinformationen organisch eingefügt, so dass sie für den Verlauf der Geschichten grundlegend sind. Sich zu informieren wird als Notwendigkeit für das Handeln der Kinder im Buch sehr gelungen gefordert und daher auch als Anleitung für den Leser, sich dieses Wissen anzueignen. Die Deutsche Umweltstiftung prämiert daher die ganze Nicolas Roth-Reihe von Greenteam-Büchern. Sie sind nicht nur eine Hommage an die vielen Greenteams im Lande, sondern auch ein Aufruf an Jugendliche, sich für das zu interessieren, was um sie herum vorgeht und sich für die Natur und nachhaltige bzw. zukunftsorientierte Entwicklungen zu engagieren.

Die Bücher von Nicolas Roth stehen in der Umweltbibliothek zur Verfügung.



Die Zukunft der Meere - Zu warm, zu hoch, zu sauer

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung hat ein Gutachten zur Zukunft der Meere vorgestellt. Darin warnen die Experten eindringlich vor einem steigenden Meeresspiegel, ausgelöst durch die globale Erwärmung. Auch che-misch droht dem Meer Gefahr: Durch eine wachsende CO2-Konzentration in der Luft wird das Wasser immer saurer. Nach Aussagen der Experten stehe fest, dass der Klimawandel große Veränderungen für die Meeresumwelt und die Küsten verursachen werde - mit erheblichen Folgen auch für die Menschen. Werden beispielsweise die Eisschilder auf Grönland und in der West-Antarktis destabilisiert, müssten wir langfristig mit einem Meeresspiegelanstieg im Zehn-Meter-Bereich rechnen. Daraus würde eine ganz neue Kategorie von Flüchtlingen (Meeres-Flüchtlinge) resultieren und ein Migrationsproblem in der Größenordnung von mehr als 100 Millionen Menschen verursachen. Sturmfluten könn-ten schon bei einem Meeresspiegelanstieg von einem Meter z.B. New York aller vier Jahre statt bisher einmal in hun-dert Jahren heimsuchen und Teile Manhattans überfluten. Die Wissenschaftler schlagen vor, den Meeresspiegelan-stieg langfristig bei maximal einem Meter über dem vorindustriellen Niveau zu stoppen, damit Anpassungsmaßnah-men im Küstenschutzbereich überhaupt noch erfolgreich sein können.

WBGU-Sondergutachten 2006 "Die Zukunft der Meere - zu warm, zu hoch, zu sauer: in der Umweltbibliothek unter C-WA2-2 und im Internet unter http://www.wbgu.de/wbgu_download.html#sondergutachten



Ökostrom mit Schafzucht - Modernstes Solarkraftwerk im Osten am Netz

(dpa/sn) - Ostdeutschland festigt seinen Ruf als einer der international führenden Standorte der Solarbranche. In Borna ging jetzt eines der modernsten Sonnen-Kraftwerke der Welt ans Netz. Die Leistung von 3,44 Megawatt liefert Strom für rund 1800 Haushalte, sagt der Betriebsführer der Anlage, Hans-Jörg Koch. An Spitzentagen könnten bis zu fünf Megawatt erzeugt werden. Nach Inbetriebnahme will das Berliner Unternehmen Geosol, das die Anlage aufgestellt hat, Anteile an dem 20 Millionen Euro teuren Kraftwerk an institutionelle Investoren verkaufen. Mehr als anderthalb Millionen blank polierte Solarzellen verwandeln künftig südlich von Leipzig die Energie der Sonne in Strom. "Jede Zelle erzeugt ein halbes Volt, ein Drittel einer kleinen Batterie", sagt Koch. Sie sind zu 438 Kollektoren zusammengefasst, die sich computergesteuert optimal am Sonnenstand ausrichten. "Das erhöht die Leistung der Anlage um 30 Prozent". Nachts gehen die etwa neun mal sechs Meter großen Platten mit Solarzellen zum Schutz vor starken Winden in die Waagrechte - "in Schlafstellung". Ursprünglich sollte die auf dem Gelände einer alten Brikettfabrik gelegene Anlage in Borna schon vergangenen Herbst in Betrieb gehen. Doch machte die schwierige Beseitigung von Fundamentresten den Auftraggebern einen Strich durch die Rechnung. Koch blickt lieber nach vorne: Um die 17 Fußballfelder (22 Hektar) große Anlage werden bald Büsche gepflanzt, unter den Sonnenkollektoren wird ein robuster Rasen wuchern. "Das wird die Weide für meine Schafzucht", träumt er.

http://www.geosol-berlin.de/



Nachrichten aus der Umweltbibliothek Nr. 27

Nr. 27 II/06 (PDF, 940 KB) ist die aktuelle Ausgabe der Nachrichten aus der Umweltbibliothek. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!



Analyse der Gefährdungsursachen für Tiergruppen

(Bundesamt für Naturschutz) Über 7000 Tierarten stehen in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Die Gründe für den dramatischen Rückgang der heimischen Tierwelt wurden in einer umfassenden Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) analysiert: Von den mehr als 220 untersuchten Einzel-Gefährdungsursachen rangieren Faktoren wie Nährstoffeintrag, Bebauung (Siedlung, Gewerbe, Industrie), Trockenlegung von Feuchtgrünland und Kleingewässern sowie die Landschaftsfragmentierung und die Unterbindung der natürlichen Gewässerdynamik unter den Top 10. Allerdings tragen auch nicht vom Menschen verursachte Risikofaktoren, wie z.B. natürliche Seltenheit oder spezifische Lebensraumansprüche, zur Gefährdung heimischer Tierarten bei. Nach Einschätzung der Fachleute hat sich in den letzten 15 Jahren an der relativen Bedeutung der wichtigsten Gefährdungsursachenkomplexe leider wenig geändert. Nur die so genannten klassischen Gefährdungsursachen, wie z.B. Jagd und Fischerei haben, ebenso wie schädliche Emissionen, gegenüber dem Zeitraum vor 1990 an Bedeutung verloren." Selbst der Naturschutz bleibt von der Kritik der Fachleute nicht verschont. Fehlende oder verfehlte Naturschutzmaßnahmen spielen als Gefährdungsursachen z. B. bei Wiesenarten der Tagfalter und Heuschrecken eine deutlich größere Rolle als früher. Hier muss der Naturschutz sein Management überprüfen. Die BfN-Studie liefert auch eine Fülle von Handlungsempfehlungen, wie die Hauptgefährdungsursachen reduziert oder welche Maßnahmen ergriffen werden können, um dem anhaltenden Rückgang unserer heimischen Tierwelt entgegenzuwirken. Dabei ist eine Kombination von Schutz und Nutzung durchaus möglich und zum Teil sogar erforderlich.

Die Studie "Analyse der Gefährdungsursachen planungsrelevanter Tiergruppen in Deutschland" ist in der Umweltbibliothek mit der Signatur B-NA2-34 verzeichnet.



Erhebliche Klimaänderungen in Deutschland zu erwarten

(Umweltbundesamt) Das Klima in Deutschland könnte sich bis zum Jahr 2100 spürbar ändern. Dies zeigen aktuelle und detaillierte Modellrechnungen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) für das Umweltbundesamt (UBA). Die Hamburger Forscher erwarten, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur in einigen Regionen Deutschlands bis 2100 um bis zu 4 Grad Celsius höher liegen könnte als im vergangenen Jahrhundert. Die Folgen wären regional und jahreszeitlich unterschiedlich: Im Winter gäbe es in den süddeutschen Gebirgen bis zu einem Drittel mehr Niederschlag. In den Alpen ist jedoch mit weniger Schnee zu rechnen. Das könnte sich negativ auf den Tourismus auswirken. Die Sommer würden in Süd-, Südwest- und Nordostdeutschland wahrscheinlich trockener. Das bedeutete eine größere Waldbrandgefahr, Einbußen in der Landwirtschaft und Einschränkungen in der Binnenschifffahrt. Die neuen Ergebnisse zeigen klar: Der Klimawandel wird vor Deutschland nicht halt machen. Und er ist bereits spürbar: Durch die Hitzewelle im Jahr 2003 waren in Deutschland mehr als 7.000 Tote zusätzlich zu beklagen. Die Schäden als Folge extremer Wetterereignisse der vergangenen zehn Jahre belaufen sich in Deutschland auf etwa 16,5 Milliarden Euro. Die Kosten durch den Klimawandel könnten bis 2050 auf jährlich 27 Milliarden Euro steigen.
Die Klimaszenariendaten werden ab Mitte Mai 2006 im Max-Planck-Institut für Meteorologie bei der Gruppe „Modelle und Daten“ – einer nationalen Serviceeinrichtung – verfügbar sein, die unter anderem das Weltdatenarchiv für die Klimaforschung verwaltet. Nutzerregistrierung unter data@dkrz.de, danach Zugang über http://cera-www.dkrz.de/CERA/index.html. Weiterführende Informationen des Umweltbundesamts enthält das Hintergrundpapier "Künftige Klimaänderungen in Deutschland – Regionale Projektionen für das 21. Jahrhundert" unter http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz.



Neue Umweltbildungsangebote

Mehrere Projekte des Ökolöwen - Umweltbund Leipzig e.V. bieten neue Möglichkeiten der Umweltbildung für Schulklassen und Schülergruppen unterschiedlicher Altersklassen. Untersuchungen des Umweltzustandes mit der AG Geoökologie, Unterrichtsprojekte im Stadtgarten Connewitz oder Exkursionen zu Biohöfen - und Verarbeitern und Kochkurse mit dem Projekt Essen mit Stil - in unserem Bereich Angebote für Schulen finden Sie mehr Informationen ...



Neue Broschüren des Umweltbundesamtes

Nicht nur zur Ausleihe, sondern auch kostenfrei zum Mitnehmen finden Sie bei uns aktuelle Broschüren aus dem Umweltbundesamt:

  • Gesünder Wohnen - aber wie? Praktische Tipps für den Alltag
  • Das Energie-Sparschwein. Informationen zum Wärmeschutz und zur Heizenergieeinsparung für Eigenheimbesitzer und Bauherren
  • Hilfe! Schimmel im Haus. Ursachen - Wirkungen - Abhilfe
  • Kinder, Kinder! Was hat die Umwelt mit der Gesundheit zu tun?
  • Umwelt und Gesundheit in Deutschland. Beispiele aus dem täglichen Leben


Vogelgrippe - woher und warum?

Nicht allzu weit von Leipzig ist die Vogelgrippe das erste Mal in Deutschland in Zuchtbeständen aufgetreten und hat uns damit auch hier in der Region ereilt. Was man in der Regel immer hört, ist die Einschleppung über Wildvögel. Wie stichhaltig diese These für die Gesamtproblematik ist, wird in der hiesigen Tagespresse kaum erörtert. Einen tieferen Blick in das Thema bieten Beiträge aus verschiedenen Medien, die das Redaktionsbüro des Deutschen Naturschutzringes (DNR) zusammengestellt hat:

Financial Times Deutschland: Die Seuche aus der Hühnerfabrik - Zugvögel und Hinterhof-Hühnerställe tragen wenig zur Ausbreitung von H5N1 bei. Der Handel mit Abfall und verseuchten Produkten der Geflügelindustrie verbreitet das Virus. http://www.ftd.de/forschung/53222.html

Süddeutsche Zeitung: "Nichts liegt mir so fern wie Panikmache" Unerhörte Zusammenhänge über die Vogelgrippe - aufgedeckt von dem amerikanischen Globalisierungsexperten Mike Davis.